31.01.2017 11:09

Roschani Ausbildungsstätte und Alphabetisierung in Ghazni / Südostafghanistan

Seit 2002 bilden wir im Roschani Ausbildungszentrum jährlich 30 Frauen zur Schneiderin und Stickerin aus.

Schülerinnen im Schneiderkurs

Das Abschiedsgeschenk: Eine Nähmaschine

Die Lehrerin zeigt wie es geht

Die Schülerinnen scheiben fleißig alles auf

Die Chance auf ein eigenes Einkommen eröffnet sich seit September 2015 wieder 30 mittellosen jungen Frauen zwischen 18 und 25 Jahren. Sie werden von zwei Lehrerinnen ein Jahr lang zur Schneiderin ausgebildet. Die Frauen kommen voller Freude zum Unterricht und lassen sich von weiten und unsicheren Wegen nicht abschrecken. Nach Ende ihrer einjährigen Ausbildung erhalten sie eine Nähmaschine, mit der sie für den Eigenbedarf nähen und sich selbständig machen können.
Ihr Verdienst steigt von Jahr zu Jahr, bis zu sieben Verwandte können die Frauen davon ernähren. Einige gründen eigene Betriebe, werden von ihrer Familie respektiert und können ihr Wissen weitervermitteln.

Die Schülerin Tahera schreibt:

»Ich heiße Tahera und lebe mit meinen Eltern und sechs Geschwistern in einer gemieteten 1-Zimmer-Wohnung. Mein Vater trägt Wasser zu einer Apotheke, damit verdient er 18 Euro im Monat. Man nannte uns damals die arme Familie. Die Leute schenkten uns ihre alten Kleider, und wir lebten von den Essensresten, die sie uns gaben. Unser Leben wurde besser, als ich die Roschani Schneiderei absolviert hatte. Die Schule gab mir eine Nähmaschine und eine Schere. Ich nähe jetzt vormittags für die Leute und verdiene damit mein Geld. Nachmittags gebe ich selbst einen Kurs für 18 Schülerinnen. Jetzt geht es uns gut, Gott sei Dank!!! Wir können von diesem Geld zum Neujahr und Eid (Fest des Fastenbrechens) neue Kleidung kaufen. Gott beschütze Euch und schöne Grüße.«

Ihre Spenden ermöglichen Frauen einen Beruf zu erlernen und ihre Familien zu versorgen!