20.12.2016 10:45

Winternothilfe Dezember 2016 für afghanische Flüchtlinge in Kabul

Im Herbst 2016 haben wir einen Aufruf zur Winternothilfe für afghanische Flüchtlinge aus Pakistan gestartet.

Dank Ihrer großartigen Unterstützung sind seit dem Aufruf 15.000 Euro zusammengekommen!

Mit Ihrer Hilfe war es uns möglich, Lebensmittel und Decken an die rückkehrenden Flüchtlinge in dem Dorf „Gusfandara“ bei Kabul und dem Kabuler Stadtteil „Karte Nau“ zu verteilen. Insgesamt haben wir ca. 1.300 Menschen mit den Notwendigsten für 2 Monate versorgen können.

Hintergrund

Aufgrund der pakistanische Flüchtlingspolitik sind Hunderttausende afghanischer Flüchtlinge in ihr Heimatland zurückgekehrt. Die Willkür der Regierung zwingt die in Pakistan lebenden Flüchtlinge derzeit dazu, den unsicheren Weg nach Afghanistan zurückzugehen. Dort werden Sie mit Angst, Existenzsorgen und einem kalten Winter konfrontiert.

Not und Verzweiflung treibt sie zumeist in die Hauptstadt Kabul, weil dort die relative Sicherheit, die Möglichkeiten, als Tagelöhner zu arbeiten und sonstige Hilfe zu bekommen am größten sind.

Mitte Dezember 2016 konnten wir mit Hilfe der gespendeten Gelder in Kabul, wo sich besonders viele mittellose Flüchtlinge vorübergehend aufhalten, durch die Verteilung von Nothilfegütern die Not lindern. 

Situation vor Ort

Der Winter in Kabul ist sehr hart. Die Temperaturen liegen in den Minus-Bereichen. Nachts kann es sogar bis zu minus 10?C werden. Viele Flüchtlinge leben in Zelten oder Häusern, die keine Fenster und Türen haben.

Das Dorf Gusfanddara in einer kargen, trockenen Gegend 15 km östlich vom Zentrum Kabuls, beherbergt größtenteils Flüchtlinge, die aus den Flüchtlingscamps rund um Peschawar (u. a. Naguman, Schamschatu, Nasirbaq), wo sie bis zu 30 Jahre gelebt haben, zurückgekehrt sind. Gleichzeitig leben hier mittellose Binnenflüchtlinge u. a. aus Kunduz, Khandahar und Hilmand, an die wir auch die Hilfsgüter verteilt haben. Der Kabuler Stadtteil Karte Nau, in dem wir mit Ihrer Unterstützung zusätzlich tätig werden konnten, liegt 5 km vom Zentrum Kabuls entfernt. Auch hier sind viele arme Flüchtlinge vorübergehend untergekommen.

Die Not vor Ort ist in beiden Gegenden Kabuls so groß, dass für die ärmsten Familien die Nothilfepakete überlebenswichtig sind.

Die verteilten Waren wurden vor Ort eingekauft.

Jede Familie (eine Familie umfasst ca. 8 Personen) erhielt für 2 Monate:

- 100 kg Mehl

- 10 Liter Öl

- 14 kg Zucker

- rund 2 kg Tee

- 1 große Wolldecke

Insgesamt wurden somit verteilt:

- 16.000 kg Mehl

- 1.600 Liter Öl

- 2.240 kg Zucker

- 320 kg Tee

- 160 große Wolldecke

Die Menschen sind sehr dankbar und haben sich sehr über die rechtzeitige Hilfe gefreut, die Vorräte werden für zwei Monate reichen. Sie erhalten sonst keinerlei andere Hilfe. Gerade für Frauen, Kinder und kranke Menschen ist diese Hilfe lebensnotwendig. Ohne Ihre Hilfe liebe Spenderin, lieber Spender wäre dies nicht möglich gewesen.

 

Tab. 1: Finanzierungsbericht Winternothilfe Kabul 2016

Artikel

Anzahl gesamt

Anzahl je Familie

Kosten je Familie

Kosten
160 Familien

Wolldecken 

160 Stück

1 Wolldecke

26,13 €

4.180,79 €

Mehl

16.000 kg 

100 kg

35,59 €

5.694,91 €

Zucker

2.240 kg

14 kg

9,69 €

1.550,28 €

Öl

1.600 Liter

10 Liter

11,30 €

1.807,90 €

Tee

320 Kg

2 kg

6,84 €

1.093,78 €

Zwischensumme 

89,55 €

14.327,68 €

Extrakosten (Personal, Transport, Verteilung, Banner…)

672,32 €

Gesamtkosten 

15.000,00 €